Wien – Gemeinsam zum Erfolg: So bilanziert Karl Neuhofer, Obmann der ARGE Heumilch, das Jahr 2011 aus Sicht der österreichischen Heumilchwirtschaft: „Der gemeinsame Weg der Heumilchbauern und -verarbeiter wurde bestätigt. Unsere Aktivitäten wurden von den Konsumenten, vom Handel und auch von der Gastronomie sehr gut angenommen. Immer mehr Konsumenten greifen im Kühlregal zu Heumilch und Heumilchprodukten.“ Außerdem sei der Bekanntheitswert von Heumilch bei Konsumenten und im Lebensmittelhandel weiter gestiegen.
Nachhaltige Sicherung
Aus Bauernsicht sei besonders die Entwicklung des Heumilch-Zuschlags erfreulich, sagte Neuhofer bei der Bilanzkonferenz in Wien: „Dieser liegt bei rund zehn Prozent des Standardmilchpreises und hat sich in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdreifacht. Diese Steigerung leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der österreichischen Heumilchwirtschaft, die europaweit einzigartig ist.“ Mit der Marketingoffensive 2012 wolle man auch in Zukunft die Basis für eine angemessene Wertschöpfung und eine nachhaltige Sicherung der heimischen Heumilchwirtschaft schaffen.“
Absatz stieg um 17 Prozent
Die vielen Maßnahmen der ARGE Heumilch zeigen auch 2011 ihre Wirkung. Der Absatz von Heumilch und Heumilch-Produkten hat im Vorjahr in Österreich laut Key Quest Marktforschung um 17 Prozent zugelegt und lag bei 32.000 Tonnen. „Bei Käse erzielten wir ein Plus von fünf Prozent auf rund 4.200 Tonnen, der Absatz der weißen Palette stieg um 16 Prozent auf rund 27.000 Tonnen“, erklärt Andreas Geisler von der ARGE Heumilch. Im Inland konnte ein Umsatzzuwachs von 21 Prozent erwirtschaftet werden. Der Exportanteil der heimischen Heumilch-Betriebe beläuft sich auf rund 32 Prozent.
Die österreichische Heumilch-Wirtschaft hat sich im Vorjahr zum wiederholten Male mit besonderer Innovationsstärke präsentiert: „Unsere Verarbeiter haben der großen Nachfrage nach Heumilch aus Österreich Rechnung getragen und das Produktsortiment von 400 auf 500 ausgebaut“, sagt Geisler.
Genuss, Gesundheit und Artenvielfalt standen 2011 im Mittelpunkt
Im vergangenen Jahr setzte die ARGE zahlreiche Vermarktungs-Schwerpunkte, betont Geisler: „Im Mittelpunkt der klassischen Kampagne mit Werbemaßnahmen im Print-Bereich, einer starken Plakat-Offensive sowie Internetwerbung und dem TV-Spot stand Genussbotschafter und Starkoch Joachim Gradwohl.“
Die ARGE Heumilch präsentierte 2011 außerdem ihre Gräser- und Kräuterfibel. Geisler: „Diese zeigt ganz deutlich, wie eng die Artenvielfalt und die Arbeit unserer Heumilchbauern zusammenhängen.“ Die 2011 vorgestellte Fettsäurenstudie hat ergeben, dass österreichische Heumilch im Durchschnitt rund doppelt so viele Omega-3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäuren, CLA, wie Standardmilch enthält und unterstreicht einmal mehr die Hochwertigkeit von Heumilch.
Ausblick 2012
Für 2012 hat die ARGE Heumilch im Rahmen ihrer Vermarktungsoffensive wieder ein dichtes Bündel an Maßnahmen geschnürt: Auf allen wichtigen Kanälen – von Print über TV und Plakat bis Online – wird für Heumilch und Heumilchprodukte geworben. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht wiederum Genussbotschafter Joachim Gradwohl, der den Konsumenten die kulinarischen Besonderheiten der Heumilch näherbringen wird. Der TV-Spot geht in zwei Wellen im Frühjahr und im Herbst österreichweit on air. Im Sommer gibt es wieder eine starke Plakat-Offensive. Außerdem organisiert die ARGE Heumilch drei große Gewinnspiele im Frühjahr, Sommer und Herbst, bei denen attraktive Preise winken.
Fibel und Kinderbuch
In der neuen Fibel „Wiesen, Weiden, Almen“ erfahren Interessierte 2012 alles über die natürlichen Futterquellen der Heumilch-Kühe. Mit der Fibel wird außerdem weiter Bewusstsein geschaffen, welchen Beitrag die Heumilchwirtschaft zur Artenvielfalt leistet. Damit auch die Kinder lernen, was hinter Heumilch steckt, bringt die ARGE im Jahr 2012 ein Kinderbuch mit dem Titel „...warum die Heumilch so gut schmeckt“ heraus.
Einzigartiges Regulativ
Ein weiterer Schwerpunkt wird 2012 darauf gelegt, den heimischen Konsumenten das Heumilch-Regulativ näherzubringen. Die rund 8.000 österreichischen Heumilchbauern arbeiten als einzige weltweit nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo „Die reinste Milch“ erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen.
Heumilch-Alm
Die beliebte Heumilch-Alm wird 2012 wieder vor großen Verbraucher-Märkten in Deutschland Station machen und die deutschen Konsumenten zum dritten Mal über die Vorzüge der ursprünglichsten Form der Milcherzeugung informieren. Der Schwerpunkt wird auf den österreichischen Käsespezialitäten aus Heumilch liegen.
Über die Heumilch
Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt mehr 8.000 Heumilch-Bauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Als einzige weltweit arbeiten die Mitglieder der ARGE nach einem strengen Regulativ, dessen Einhaltung von unabhängigen, staatlich zertifizierten Stellen kontrolliert wird. Nur Produkte mit dem Heumilch-Logo „Die reinste Milch“ erfüllen diese sehr strengen Bestimmungen.
Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung: Die österreichischen Heumilch-Kühe ernähren sich im Sommer von Kräutern und Gräsern auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen, im Winter kommt Heu oder Getreideschrot in den Trog. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.
Hauptproduktionsgebiete der Heumilch sind Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich sowie die Steiermark. In Österreich liegt der Heumilchanteil an der Gesamtproduktion bei 15 Prozent, in Europa bei lediglich drei Prozent.
Die ARGE Heumilch Österreich im Internet: www.heumilch.at
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